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RockSource-Biographie

Pink Floyd

Pink Floyd, die Band, die seit ihrem Start 1965 als Inbegriff für experimentelle Rockmusik steht, ist nicht nur den Alt-Hippies der 60er ein Begriff. Auch heute finden sich immer wieder neue "junge" Fans, die sich mit der zeitlosen Musik aus 30 Jahren Rockgeschichte beschäftigen. Zudem gehört die Band zu den wenigen, die bis heute aktiv ist und in - allerdings sehr großen - Abständen neue Ideen kreiert, deren Mitglieder sich nicht scheuen, mit weit über 50 Jahren auf die Bühne zu steigen und in ausver-kauften Stadien die Fans zu begeistern. Was seit Anbeginn an der Gruppe fasziniert, ist der krasse Gegensatz zur übrigen Rock-Pop-Welt. Jede andere Band hatte einen gewissen Personenkult geschaffen, in dem entweder spezielle Mitglieder im Vordergrund standen oder detaillierte persönliche Vorlieben, Gerüchte, Anschauungen in der Presse breitgetreten wurden. Bei den Floyds ist das völlig anders. Hier "spielt die Musik" die Hauptrolle, und das Empfinden, hervorgerufen oder verstärkt durch Effekte, die anfangs hauptsächlich selbstgebastelte technische Spielereien waren.Die Gruppe selbst blieb immer im Hintergrund, spielte meist verborgen hinter wallendem Nebel, viele kannten kaum ihre Namen, völlig egal war, wer welches Instrument spielte. Man lehnte sich zurück und ließ sich von den Klängen umwabern. Erst nachdem Roger Waters 1985 aus der Gruppe austrat, und es Streit um die Weiterführung des Gruppen-Namens mit einigen häßlichen Vorwürfen gab, gerieten neben Waters auch Gilmour, Wright und Mason ab und zu in die Presse, und im Zuge der "Public Relations" für die Rest-Floyd trat David Gilmour immer häufiger als Frontman und "Presse-sprecher" der Gruppe auf. Ein Rest der ursprünglichen Geringschätzung von Personenkult ist dennoch vorhanden, da die Floyds auf den folgenden Tourneen tatkräftige Unterstützung durch Doppelbesetzung der Instrumente mit Jon Carin, Dick Parry, Tim Renwick, Guy Pratt und Gary Wallis erhielten. Wie man bei den jubelnd gefeierten Konzerten sehen konnte, steht auch in dieser Formation die Musik und der Spaß im Vordergrund. Es ist nicht wichtig, wer welche Töne mit welchem Instrument erzeugt. Pink Floyd ist nicht "der Bass", "die Orgel" oder "das Schlagzeug". Pink Floyd ist Musik und vor allem eine gewisse "Stimmung" in ihrer Gesamtheit. Einzelne Namen sind da völlig irrelevant. Der Name der Gruppe ist vielen ein Rätsel: Er entstammte zwei Musikern aus Syd Barretts Plattensammlung: Den Georgia Bluesmen PINK ANDERSON (1900-1974) und FLOYD "DIPPER BOY" COUNCIL (1911-1976), deren Vornamen Syd für den "Pink Floyd Sound" verwandte.

   
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