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RockSource-Biographie

Rolling Stones

Mick Jagger und Keith Richards gelten als Kern der dienstältesten Rockgruppe der Welt. Der gemeinsame Freund Taylor war es, der die beiden auf musikalischem Wege zusammen-führte. Jagger und Richards trafen 1961 auf den Gitarristen Brian Jones, der bei Alexis Korner's Band "Blues Inc." unter Vertrag stand. Die Musiker erkannten schnell Jaggers musikalisches und theatralisches Talent und erhoben ihn zum Leadsänger von "Blues Inc.". So entstand das erste Demotape (ein Muddy-Waters-Cover "Soon Forgotten" und drei weitere Songs), für das sich aber die Platten-firmen nicht weiter interessierten. Taylor verließ daraufhin die Band um weiter zu studieren. Die anderen änderten ihren Namen in "The Rolling Stones", frei nach dem bekannten Song von Muddy Waters. Die Gruppe bestand damals aus Mick Jagger, Keith Richards, Brian Jones, Pianist Ian Stewart, Drummer Mick Avory und Dick Taylor, der kurzfristig den Bass übernahm. Am 12. Juli 1962 hatten sie unter diesem Namen ihren ersten legendären Auftritt im Londoner Marquee Club. Für Dick Taylor kam später Bill Wyman an den Bass und Mick Avory wurde durch Charlie Watts von den "Blues By Five" ersetzt.1963 hatten die Rolling Stones eine feste Anstellung für 8 Monate im Crawdaddy Club. Dort wurde Andrew Loog Oldham auf sie aufmerksam, der ihr Manager werden sollte. Er verstand zwar nicht viel von Musik, hatte aber ein begnadetes Händchen im Bezug auf Promotion und Marketing. Auf seine Anweisung hin wurde auch Ian Stewart am Piano aus der Band geekelt, weil er nicht in das Rocker-Image passte. Stewart ging, blieb aber im engen Kontakt zur Gruppe. Bis zu seinem Tod 1985 galt er als einer der Hauptroadies der Stones und wirkte als Gastmusiker auf einigen Alben mit. Oldham war es, der im Juni 1963 den ersten Plattenvertrag der Stones bei Decca unter Dach und Fach brachte. Kurz darauf kam auch schon die erste Single, ein Cover von Chuck Berry's "Come On" und brachte die erste Notierung der Band auf Platz 21 der UK-Charts. Einige weitere mehr oder minder erfolgreiche Coverversionen folgten, bis die Stones 1964 mit dem Hit der "Valentinos", "It's All Over Now", ihre erste Nummer 1 platzierten. Am 17. April 1964 erschien der erste selbstbetitelte Longplayer. Nur 2 Songs stammten aus der Feder von Jagger/Richards. Dieses Autorenduo sollte später die Kompositionen der Stones dominieren. Im Juni 1964 veröffentlichten sie ihre erste eigene Nummer "Tell Me (You're Coming Back)", die zum ersten Top-40-Hit in den USA avancierte. Ein Erfolgsrezept, das eine Reihe von bedeutenden Jagger/Richards-Singles nach sich zog und im Sommer 1965 mit "(I Can't Get No) Satisfaction" in einem ersten Millionenseller gipfelte. Die Stones waren jetzt in die Riege der Superstars aufgerückt. Zwischen 1966 und 1967 machte sich dieser Rockstar-Status mehr und mehr in den Songs bemerkbar. Im Februar 1967 wurden Mick und Keith wegen Drogenbesitzes verhaftet, später auch Brian Jones. Alle drei kamen aber mit einer Bewährungsstrafe davon. Die Drogen ergriffen mehr und mehr Besitz von der Band, schlugen sich aber nicht negativ auf das kreative Output nieder. Sie trennten sich 1968 von Manager Oldham und wurden jetzt von Allen Klein betreut, der wohl mit verantwortlich für die kreative Freizügigkeit in der Gruppe war. Die psychedelischeren Stones-Platten wie "Their Satanic Majesties Request" oder "Beggar's Banquet" erzielten seinerzeit äußerst positive Resonanz bei den Kritikern. 1969 brach das Schicksalsjahr für die Stones herein. Brian Jones verließ im Juni die Band, angeblich weil er nicht mit dem dominierenden Songschreiberduo Jagger/Richards klar kam. Einen Monat später ertrank Jones in seinem Swimmingpool. Er wurde durch Gitarrist Mick Taylor ersetzt. Bei einem kostenlosen Konzert am Altamont Speedway bei San Fancisco heuerten die Stones auf Anraten der Grateful Dead die Hell's Angels als Ordner an, um des Publikumsansturms Herr zu werden. Der Plan erwies sich als Fehlschlag, als einer der Angels einen schwarzen Konzertbesucher niederstach, was in dem Live-Film "Gimme Shelter" deutlich zu sehen ist. Mick Jagger heiratete das nicaraguanische Model Bianca Perez Morena de Macias. Mit dem 70er Release von "Get Yer Ya-Ya's Out" endete der Plattenvertrag mit Decca. Die Gruppe gründete ihr eigenes Label "Rolling Stones Records" als Teil von Atlantic Records. Seit der ersten Veröffentlichung "Sticky Fingers" ist die "Zunge" als Logo auf jeder Platte zu sehen. Gegen die Stones waren Klagen wegen Steuerhinterziehung anhängig und sie flohen ins französische Exil, wo die Doppel-LP "Exile On Main St." entstand. 1974 übernahm Ron Wood Mick Taylors Stelle. Die Stones begannen sich in den 70ern mehr auf Nebenprojekte zu konzentrieren, wobei Wyman und Wood regelmäßig Soloalben veröffentlichten. Auch Keith Richards jetsettete in der Welt-geschichte herum, er wurde 1977 in Kanada mit seinem Dauergroupie Anita Pallenberg wegen Heroinbesitzes verhaftet und zu Bewährungsstrafe verurteilt. Nach seinem Entzug brachten die Stones 1978 "Some Girls" auf den Markt. Bis 1981 hatte es jede Stone-Single in die Top 10 geschafft und das Album "Tattoo You" war das letzte, das die Charts ganz von oben betrachten konnte. Obwohl sie 1986 den Grammy für ihr Lebenswerk erhielten, waren die achtziger Jahre wohl die unproduktivste und am wenigsten erfolgreiche Zeit der Gruppe. Erst 1989 konnten die Stones mit "Steel Wheels" wieder an alte Erfolge anknüpfen und füllten mit ihrer 140 Millionen Dollar Mega-Tour die Stadien der Welt. Bill Wyman verließ nach dem Release des Live-Albums "Flashback" 1991 die Truppe. Mit dem 94er "Voodoo Lounge" kam Darryl Jones an den Bass und die Band erreichte erst-mals seit 13 Jahren wieder die britischen LP-Charts. Sie waren damals die älteste Gruppe, die jemals den 1. Platz dieser Charts belegte. Daraufhin gab's sogar den Grammy fürs beste Rockalbum. Auch der 97er Longplayer "Bridges To Babylon" und die beiden Live-Alben "Stripped" und "No Security" waren ausgesprochen erfolgreich und garantierten volle Stadien rund um die Welt.

   
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